Ich freue mich über Euren Besuch auf riff3
Ich möchte Euch hier mein neues Riffaquarium von der Planung bis Fertigstellung vorstellen ...
Die folgenden Seiten befassen sich mit der Meerwasser-Aquarisitik. Mein Hauptaugenmerk gilt der Haltung und Vermehrung von farben- prächtigen Stein- und Weichkorallen. Selbstverständlich in Kombination mit typischen Riffbewohnern wie Fische und Krustentiere.

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Das Tunze Turbelle® Stream Kit TS24

Erfahrungsbericht von 2004 - Strömungspumpe von Tunze:

Ich möchte Euch hier die neuen Tunze Turbelle Stream Strömungspumpen mit Multicontroller für Wellenschlagsimulation und Tag/Nachtschaltung vorstellen. Ich habe diese seit einigen Tagen in meinem 180/60/60 Becken im Einsatz und bin schon jetzt von diesen Power-Pumpen hellauf begeistert.

Vorher hatte ich 5 Stück Powerhead 802 mit jeweils 1500 l/h Wasserdurchsatz. Also insgesamt 7500 Liter. Mit den zwei neuen Tunze Pumpen habe ich nun 24.000 Liter/Stunde Wasserdurchsatz. Also schon eine gewaltige Steigerung der Wasserumwälzung.

Von Tunze gibt es verschiedene Varianten von Turbelle® Pumpen und verschiedene Zusammenstellungen von Pumpen und Steuergeräten. Mein Bericht bezieht sich auf das Tunze Turbelle® Stream Kit TS24.

Dieses Kit wird mit folgenden Einzelkomponenten ausgeliefert:

2x Tunze Turbelle® Stream 6100 mit 2x 12000 l/h
2x Treiber für Tunze Turbelle® Stream
2x Netzteil für Tunze Turbelle® Stream
1x Multicontroller 7094
1x Fotodiode für Nachtabsenkung
Anschlußkabel, Pumpenhalterungen und Monatagevorrichtungen

Warum ich gerade dieses Pumpenmodell gewählt habe?
Vor einigen Tagen habe auf korallenriff.de im neuen Flohmarkt Bereich gestöbert. Da ist mir eine Privatanzeige vom Gerald aus Österreich aufgefallen. Er verkauft sein gesamtes neuwertiges Becken samt Zubehör. Nach einigen Recherchen im Forum und im Internet habe ich mich kurzfristig dazu entschlossen, mir ein nachträgliches Weihnachtsgeschenk zu machen :-).

3 Kartons und 70 km Autofahrt später ...
Da standen sie nun, die 3 Tunze Kartons (die Pumpen waren nur einmal kurz ausprobiert worden - also fast ungebraucht). Mein Wohnzimmertisch wurde kurzerhand in einen Arbeitstisch umgewandelt und von unnötigen Sachen wie Fernbedienungen und Zeitschriften befreit. Den Inhalt der drei Kartons habe ich dann einen nach dem anderen sorgfältig auf dem Tisch ausgebreitet. Auf den ersten Blick sah es schon etwas chaotisch aus. Aber wozu hat man eine Bedienungsanleitung!? Die Bedienungsanleitung ist in drei Sprachen verfasst; Deutsch, Englisch und Französisch. Reichhaltig bebildert, vorbildlich und verständlich geschrieben. Meine Wertung für die Bedienungsanleitung sehr gut

Die Pumpen:
Die Tunze Turbelle® Stream 6100 ist eine Strömungspumpe die NUR als Strömungspumpe genutzt werden kann. Durch die mir bisher unbekannte Ausführung des Pumpenrades gibt es keinen Ansaugbereich wie bei herkömmlichen Pumpen. Daher kann sie nicht als Filterpume eingesetzt werden. Das Wasser wird seitlich durch die Lamellen angesaugt und in einem breiten, kräftigen Strahl nach vorne wieder abgegeben. Ich hatte zuerst Bedenken, dass Fische durch den hohen Wasserdurchsatz von bis zu 12000 Liter/Stunde angesaugt und dadurch getötet werden könnten. Ich war erleichtert als ich erkannte, dass dem nicht so ist.
Die Pumpen werden mit einer Sicherheitskleinspannung von 12/24Volt betrieben. Dadurch geben die Pumpen auch weniger Wärme an das Wasser ab. Natürlich ist diese Sicherheitskleinspannung auch für die Aquarieninsassen und den "Pfleger" sicherer.
Die Pumpen werden mit dem mitgelieferten 5 m Kabel an den sogenannten Treiber angeschlosssen, der wiederum am Netzteil angeschlossen wird.
Möchte man einen Single- oder Multicontroller nutzen, so steckt man den Treiber auch zusätzlich an den Controller.
Kopfzerbrechen machte mir anfangs die Pumpenaufhängung. Da waren so viele Kleinteile dabei, dass ich zuerst den Überblick verlor.
Aber nach einer Weile Konzentration fand ich die richtigen Teile und "baute" mir daraus meine Pumenaufhängungen. Aus den Teilen kann man Aufhängungen für die Montage an der Aquarienwand oder auf dem Glassteg zusammenbauen. Ich denke es ist für jede erdenkliche Pumpenposition ausreichend Matereal dabei.
Nachdem ich meine alten Pumpen aus dem Becken entfernt hatte montierte ich die Tunze Streams samt Halterung in meinem Becken. Die 5 Meter Kabel die fix im Treiber montiert waren brachete ich mitsamt dem Treiber natürlich nicht hinter meinem Becken in die Schaltzentrale. Kurzerhand montierte ich (wie im Handbuch beschrieben) das Kabel vom Treiber ab und baute es danach im Schaltkasten wieder zusammen. So weit so gut. Netzteil dran und Datenkabel an den Multicontroller, das Selbe auch mit der zweiten Pumpe und fertig war das ganze. Ich habe die Treiber und den Controller noch auf eine Holztafel montiert und die Kabel einigermaßen aufgeräumt.

Der Multikontroller und die Funktionen:
An den sogenannten Multicontroller 7094 kann man bis zu 4 Pumpen anschließen. Mit 2 Y-Adaptern sogar bis zu 8 Stück. Meine 2 Pumpen möchte ich abwechselnd einmal von links und von rechts betreiben. Also Wellenschlagsimulation. Das funktioniert mit dem Multicontroller sehr einfach. Man muss nur für jede Pumpe die minimale und maximale Leistung (in Prozenz) einstellen und den Mode-Schalter auf Wellenschlag stellen. Mit einem extra Regler kann man die Dauer eines "Wellenschlages" festlegen oder ganz ausschalten. Mit der ebenfalls im Lieferumfang des Kits enthaltenen Fotozelle kann eine "Nachtabschaltung" realisiert werden. Ich habe das bei mir so eingestellt, dass wenn das Licht ausgeht beide Pumpen mit Minimalleistung laufen. Diese Minimalleistung ist aber immer noch doppelt so hoch als mit meinen alten Pumpen. Wenn das Licht sich wieder einschaltet, dann fangen die Pumpen wieder zu pulsen an und der Wellengang geht los. Ich musste mich am Anfang etwas mit den Maximaleinstellungen spielen um die richtige Einstellung zu finden. Ich musste eine Pumpe auf 80% drosseln, da mir sonst der Bodengrund "verweht" wird.
Neben der Wellenschlagsimulation bietet der MultiController 7094 auch noch Programme für Pumpenfolgeschaltung und Ebbe-Flut Simulation. Da bei Ebbe-Flut Simulation immer eine Pumpe für eine längere Zeit stillsteht dachte ich mir, das ist weder gut für die Pumpe, noch für Fische die da hineinschwimmen. (Hechsel-Effekt).

Food-Timer:
Einen weiteren Pluspunkt erhält der Tunze Controller für den Foodtimer. Beim Füttern einfach einen Knopf drücken und die Pumpen schalten sich ab. Nach ca. 8-10 Minuten schalten sich die Pumpen wieder ein und setzen das eingestellte Programm fort.

Der erste Eindruck:
Nach anschalten der Pumpen bewegte sich einiges im Aquarium. Nicht nur meine Korallen "atmeten" auf, sondern auch die Ablagerungen und der Mulm hinter den Steinen kam zum Vorschein. Ein paar Steine musste ich noch so im Becken anordnen, dass am Boden nicht zu viele Strudel entstehen. Diese Strudel "verwehen" mir den ganzen Sand und ich hatte regelrechte Dühnen im Aquarium. Alle Korallen stehen nun offen und die Fische haben sich auch an die Strömung gewöhnt.

Fazit:
Ich kann diese Pumpen jedem Aquarianer mit großem Becken empfehlen.
Für kleinere Aquarien finde ich sie etwas zu stark. Sie würden das Aquarium "überschwappen" lassen.
Mein Testurteil: Sehr gut

Als optionales Zubehör bietet Tunze auch einen "Stream Rock" an. Das ist eine Felsennachbildung, in dem die Pumpe versteckt werden kann. Er besteht aus weißem Keramikstein und ermöglicht eine dekorative Integration dieser Strömungspumpen im Aquarium.

Weitere Informationen und Preise könnt Ihr unter www.tunze.com abrufen.

Bereicht erstellt am 15.02.04




Fotos und Texte ©2007 Roland Berghöfer, bonit.at Software. Alle Rechte vorbehalten.