| Suprazeolith - meine eigene Methode |
Lange Zeit habe ich überlegt, was hinter dem Phänomen Zeolith wohl stecken mag.
Ich habe mich über Wirkungsweise von Zeolith und die verschiedensten Anwendungsmöglichkeiten informiert.
Die Einen verwenden Zeolith als reinen Biofilter. Mit dem Ziel, dass sich auf der Oberfläche Bakterien bilden, die dem Wasser Schadstoffe entziehen und dann selber wiederum den Korallen als Nahrung dienen sollen.
Die Anderen verwenden die Microfilter-Struktur von Zeolith um im sauerstoffarmen bzw. CO2 angereichertem Wasser ausschließlich die Microsieb-Wirkung von Zeolith zu nutzen. Die Bildung von Bakterien wird hier absichtlich durch ein saures oder sauerstoffarmes Milieu verhindert, damit sich die mikroskopisch kleinen Poren nicht durch die Bakterien verstopfen und die Filterwirkung verloren geht.
Ich habe mich für meine eigene Supra-Zeolith Methode entschieden.
Ich verwende Clinoptilolith-Zeolith in Korngrößen zwischen 2,5 und 5 mm in einem handelsüblichen Zeolithfilter von GROTECH. Durch die geringe Korngröße wird das Zeolith im Reaktor immer in Bewegung gehalten (wallend). Damit verhindere ich eine übermäßige Bakterienbildung und nutze die microfiltrierende Eigenschaft von Zeolith. Hier fungiert das Zeolith hauptsächlich als Ionenaustauscher z.B. für Adsorption von Ammonium und Schwermetallen.
Ein paar Tage nach der Neubefüllung des Reaktors ist das Wasser etwas trübe. Das kommt vom Abrieb wenn das Zeolith im Reaktor in Bewegung ist. Wichtig ist es natürlich das Zeolith vor der Verwendung gründlich zu spülen bis das Spülwasser nicht mehr trüb ist. Diese Trübung vergeht nach ca. 2 Tagen wieder (wird abgeschäumt). Wenn nach ca. 4-6 Monaten das Zeolith gewechselt wird, dann sind die Zeolith-Steinchen schon komplett abgerundet - sehen aus wie Kieselssteine. Der komplette Abrieb war in den vergangen Monaten in meinem Abschäumer zu finden. Das gebrauchte Zeolith habe ich als Bodengrund für mein Nano-Becken genommen. Solange man es nicht in heißes Wasser gibt, gibt das Zeolith keine aufgenommenen Stoffe an das Wasser zurück. Durch Kochen in Süsswasser könnte man das Zeolith wieder reaktivieren - rechnet sich aber bei den geringen Anschaffungskosten für das Matereal nicht.
Ich verwendete diese eigene Technik über 2 Jahe in meinem zweiten Becken. Schon zu Beginn meiner Zeolith-Anwendung konnte ich einen Farbanstieg der Steinkorallen erkennen.
Da schon viele Anfragen bezüglich der Bezugsquelle des Zeoliths an mich geschickt wurden:
Das Zeolith habe ich von der "Deutschen Zeolith" Großhandel. Sie können das selbe Material auch unter anderen Namen in diversen Zoofachgeschäften oder Onlineshops kaufen. Wichtig dabei ist nur, dass es Meerwassertauglich ist und die richtige Korngrösse aufweist.
Bereicht aktualisiert am 15.12.2008